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Stadt Venedig in Italien - Venezia

 

Die Universitätsstadt mit 7,5km² Fläche und ca 271.000 Einwohnern befindet sich im Nordosten Italiens an der Adriaküste. Venedig, im Italienschen Venezia genannt ist Hauptstadt der Region Venetien und der Provinz Venedig. Ursprünglich bestand die Stadt mit einem Umfang von 12km aus hunderten von Inseln, heute nur noch aus 18 Inseln. Das historische Zentrum liegt in der Lagune von Venedig, nördlich der Mündung des Flusses Po. Der Canal Grande, welcher mitten durch die Stadt läuft, bildet die wichtigste Wasserstraße. Das bereits erwähnte historische Zentrum, das Herz Venedig, ist in sechs Stadtteile gegliedert, die sestierei Cannargio, San Polo, Dorsoduro mit Insel Giudecca, Santa Groce, San Marco und Castello. Auf der UNESCO Liste der schützenswerten Kulturdenkmäler steht Venedig auf Platz eins.

Beliebteste Wohnviertel für reiche Ausländer waren die Insel La Giudecca und San Giorgio Maggiore. Die Friedhofsinsel San Michele und die Glasmacherinsel Murano gehören zu den wichtigesten Laguneninseln Venedigs. Die als Standort für die petrochemie dienenden Stadtteile auf dem Festland, mit Namen Mestre und Marghera, konnten bislang nicht von Venedig getrennt werden. Sie sind wohl die unansehnlichsten Gebiete Venedigs und können daher, bei einer Rundreise durch die Stadt, auch ausgelassen werden.

Der Lido di Venezia (mit Lido wird im italienischen eine lang gestreckte Nehrung bezeichnet, die eine Lagune vom offenen Meer trennt.) schließt die Lagune zur Adria hin ab. Als Kulisse in Thomas Manns Roman „Tod in Venedig“ wurde er in der Literatur bekannt.

Geschichtlich blickt Venedig auf einen langen Weg bis hin zur Republik zurück. Die Entstehung der Stadt, reicht länger als 1.500 Jahre zurück und begann mit der Besiedelung der verstreuten Inseln durch Flüchtlinge aus Oberitalien. Die frühen Siedler wohnten noch in Booten mit denen sie schnell aufs Festland gelangen konnten erst später verlegten Sie Ihren Wohnsitz auf Pfahlbauten. Die 118 Inseln wuchsen so über Jahre hinweg zusammen. Im neunten Jahrhundert gelang es Venedig eine Autonomie gegenüber des Byzantinischen Reichs, welchem sie offiziell noch angehörten, zu er erlangen. Der byzantinische Einfluss blieb bis heute erhalten, Besucher können dies an Bauwerken wie dem Markusdom sowie an einzelnen Bauformen (Mosaiken und polychromen Dekor) betrachten.

Für den Handel zwischen Ost und West befand sich Venedig in einer sehr günstigen Lage. Aus der Zeit der Völkerwanderung nach dem Untergang des Imperim Romanum (Römischen Reich) waren viele Handelswege zerschnitten, da das Reich in zwei Teile zerbrochen war. Die wichtigsten Wasserwege liefen damals über das Mittelmeer, welches größtenteils von arabischen Ländern beherrscht und kontrolliert wurde. Venedig nutzte diese Gegebenheiten und machte sich selbst über lange Zeit zum führenden Zwischenhändler Europas. Wichtige Handelsgüter waren Seide, Felle, Elfenbein, Gewürze und Parfüm aus Afrika und Asien und Gold Silber und Wolle aus Nordeuropa. Zu dieser Zeit boomte die Piraterie welche den Mittelmeerhandel und somit auch Venedig, schädigte.

Im Baugefüge Venedigs spiegelt sich die strikte ständische Dreier Aufteilung (Adel für die Politik, bürgerlichen Kaufleute sorgten für die Geldmittel, das gemeine Volk stellte Soldaten und Seeleute) wieder. Besucher können die Paläste der Nobili (case), die fondachi (Lager, Werkstatt und Herberge zugleich) der Kaufleute als auch die ausgedehnten Mietskasernen besichtigen. Die Häuser der Kaufleute sind durch die Arkardenreihe im Erdgeschoss zum Ein – und Ausladen von Waren, gekennzeichnet.

Die Stadt im Wasser, wie Venedig auch genannt wird ist ein architektonisches Wunder. Die gesamte Stadt steht auf Millionen von Eichen, Lärchen und Ulmenpfählen, (mit Bändern, Öl und Teer miteinander verbunden und konserviert) die in den sandigen und schlammigen Untergrund gerammt wurden. Unter dem Schlammboden befindet sich fester Lehmboden, der diese Art von Konstruktion gar erst möglich machte. Wenn man durch Venedigs Gassen schlendert kann man neben unzähligen pittoresken Gassen und Durchgängen auch viele Plätze (campi) sowie den Markusplatz (piazza) begehen und diesen ganz besonderen Flair der Stadt bewundern.

Charakteristisch für Venedig ist natürlich seine Vielzahl an Kanälen (ca. 175 Stück) mit einer Gesamtlänge von 83 km. Als Transport für Waren und Personen sind sie heute noch erheblich genutzt. Wer mit einem der zahlreichen Wasserbusse oder der berühmten Gondel unterwegs ist sollte seine Fahrt für einen Besuch verschiedener Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel dem Markusplatz, der Seufzerbrücke, Santa Maria della Salute und die Liberia Marciana, unterbrechen. Zahlreiche Kirchen in venezianischer Sakralarchitektur verteilen sich in der ganzen Stadt, bekannteste ist wohl der Schrein San Marco im byzantinischen Stil. Wer nicht gerne zu Wasser unterwegs ist, dem bleibt nur noch der Fußmarsch, da die Stadt nicht für den Autoverkehr ausgelegt ist. Die städtebauliche Kanalstruktur wurde in vielen anderen Städten oft in versucht zu kopieren wie in Berlin Stadtteil Neu-Venedig oder in Straßburg.

Als Casa werden in Venedig die Paläste bezeichnet, die zwei bekanntesten sind der Dogenpalast (Palazzo Ducale) und die Residenz des Patriarchen von Venedig in Castello. Gegenüber des Dogenpalast befindet sich die Libreria Vecchia (die Alte Bibliothek) ein für die Kunstgeschichte Venedigs wichtiger Bau. In die Ecke des Palazzo Ducale stehen die aus Syrien stammende Gruppe der Tetrarchen, Porphyrstatuen des spätrömischen Herrschers Diocletian. Diese Statuengruppe ist wegen ihrer Seltenheit von großer Bedeutung. Wer neben Kunst und Kultur in reiner architektonischer Form genug hat der kann sich in den vielen Museen der Stadt der Gallerie dell Accademia, der Galleria G Franchetti alla Ca d Or oder dem Museo del Settecento veneziano aufhalten.

Alle zwei Jahre zwischen Juli und November findet in Venedig die internationale Kunstausstellung die Biennale statt. Es wird in Kunst, Musik, Tanz, Theater, Film und Architektur unterteilt. Die Kunstbiennale findet in den ungeraden Jahren die Architekturbiennale in den geraden Jahren statt. Seit 1932 finden Ende August / Anfang September die Filmfestspiele statt.

Größtes Problem der Wasserstadt ist die Umwelt, ob Überschwemmungen, der immer stetig steigende Meeresspiegel (Problematik der Klimaerwärmung) bedrohen immer wieder die Existenz der Stadt. Auch die Wasserversorgung war in langen Trockenperioden problematisch, da die Stadt über keine eigenen Süßwasser führenden Grund verfügt und die Versorgung durch Brunnen und Zisternen erfolgen musste. Heute ist Venedig durch ein Wasserleitungssystem von außen so gut versorgt , dass man keinen Unterschied zu den Städten auf dem Festland bemerken kann.

Europaweit zählt Venedig zu den beliebtesten Reiseziel für Touristen(ca. 14 Mio. Besucher jährlich). Mehr als doppelt soviel Besucher als Rom, dies belegt die Einmaligkeit der Wasserstadt und macht sie zum Highlight des internationalen Tourismus. Wer nach Venedig reist muss sich demnach auf teure Preis für Kost und Unterbringung einstellen. Ein Cappuccino kann bis zu 12 EURO auf dem Markusplatz kosten. Venedig auf jeden Fall eine Reise wert allerdings nichts für den sparsamen Geldbeutel.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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